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Theateraufführung
"Der Kontrabaß"

 

Freitag, 19. September 2008. Ein ganz normaler Tag an der HTL Zeltweg? Nein! An diesem Tag gab es an unserer Schule ein „Happening“: Kultur-on-Tour, ein Projekt, das die St.Anna Kinderkrebsforschung unterstützt, sollte uns ‚technikgeplagten’ Schülern die Freude machen, unseren Alltag mit Patrick Süskinds Debüt-Stück „Der Kontrabaß“ zu bereichern.

„Der Kontrabaß“ als  Theaterstück ist für Darsteller eine knifflige Angelegenheit, schließlich handelt es sich dabei um einen Monolog, das Stück steht oder fällt also mit der schauspielerischen Leistung.

Zum Inhalt selbst sei nur soviel geschrieben: Ein in Hassliebe zu seinem Kontrabaß lebender Musiker hockt am Nachmittag vor einem wichtigen Konzert in seiner Wohnung, genauer in seinem Musikzimmer, und bereitet sich auf seinen Auftritt vor. Nach und nach breitet sich vor dem Zuseher (bzw. Leser; der Kontrabaß existiert auch in Buchform) das Leben und das seelische Leid dieses Kontrabassisten aus, der unter anderem plant diesen Konzertabend zu ruinieren, damit ihn seine Liebste, eine Mezzosopranistin, endlich einmal wahrnimmt.
 

(Wer zum Inhalt Genaues wissen möchte, sollte auf Anraten des Verfassers den „Kontrabaß“ als Lektüre versuchen)

   

Peter Brucha, der sich an das schwierige Unterfangen ‚Kontrabaß’ gewagt hat, ist in meinen Augen ein großartiger Schauspieler und im anschließenden Gespräch mit ihm war ich noch so überwältigt von seiner Darbietung, dass ich kaum die richtigen Worte fand, das Staunen, welches ich empfand, auszudrücken. Brucha schrieb im begleitenden Programmheft, dass viele Schauspielkollegen, die sich zuvor am „Kontrabaß“ versucht hatten, den Charakter des Kontrabassisten ins Lächerliche zogen. Peter Brucha hat den Hintergedanken Süskinds, jeder Zuseher möge soviel als möglich von sich selbst in der Figur des Bassisten wiederfinden, gut verstanden und besser umgesetzt, im Besonderen sei an dieser Stelle erwähnt ,dass ich als Musiker viel von mir selbst in Brucha’s Darstellung wiederentdeckte.

            

Schließen möchte ich mit einem „DANKE“ an die organisierenden Professoren solcher Veranstaltungen an unserer Schule und an Peter Brucha und sein Team dafür, die HTL-Zeltweg beehrt zu haben, herzlichen Dank.

© Stefan Brandl 5BHBTH